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Das Fairphone 2 setzt auf gerechte Produktionsbedingungen und Nachhaltigkeit statt Ausbeutung und Verschwendung. Mit seinem in der Smartphone-Welt bislang einzigartigen modularen Aufbau, der einen einfachen Austausch von Komponenten erlaubt, macht der 5-Zoll-Androide auch sonst alles anders als die Konkurrenz.
Jedem Produkt liegt eine Idee zugrunde. Beim Fairphone entstand sie durch eine Kampagne der Waag Society, einem Forschungsinstitut in Amsterdam. Deren Ziel war es, auf Konfliktmineralien in Verbraucherelektronik aufmerksam zu machen sowie auf die Kriege, die durch ihren Abbau finanziert werden. Zu den begehrten Materialien zählen zum Beispiel Zinn, Tantal, Wolfram und Gold, die bei Mobilgeräten für Lötzinn, Kondensatoren, Vibrationsmotoren und Platinen verwendet werden.

Nachdem die Kampagne drei Jahre lang lief, wollte man es nicht nur bei Appellen an das Gewissen belassen, sondern selbst in den Markt einsteigen und dort ein Smartphone anbieten, das nach ethischen Gesichtspunkten gefertigt wird. Dabei sollten soziale und ökologische Werte bei jeder Etappe der Wertschöpfungskette an erster Stelle stehen, von der Beschaffung der Rohstoffe über die Produktion bis hin zu Vertrieb und Recycling.

Vorhang auf für das Start-up Fairphone: Finanziert durch Crowdfunding lieferte das 2013 gegründete Unternehmen Ende des gleichen Jahres sein erstes Smartphone aus. Das für 325 Euro angebotene Fairphone wurde laut Hersteller mittlerweile 100.000 mal verkauft und hat damit nachdrücklich gezeigt, dass die Idee eines Smartphones, das möglichst ohne Ausbeutung von Mensch und Natur produziert wird, viele Abnehmer finden kann.

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Das ethische Smartphone ist mittlerweile in die zweite Runde gegangen: Die Neuauflage Fairphone 2 legt den Fokus noch stärker als sein Vorgänger auf Reparierbarkeit und Langlebigkeit. Dazu macht sich das 5 Zoll große Fairphone 2 als weltweit erstes Smartphone einen modularen Aufbau zunutze. Komponenten wie das Display oder die Kamera lassen sich wie bei einem Lego-System austauschen und machen es so sehr leicht, das Smartphone selbst zu reparieren oder bestehende Komponenten durch neue beziehungsweise bessere Versionen auszutauschen. Die Ende 2015 vorgestellte zweite Auflage seines Smartphones hat der Hersteller nun abermals leicht überarbeitet. Das aktuell im Webshop des Herstellers angebotene Fairphone 2, das wir im Folgenden ausführlich auf Herz und Nieren prüfen, besitzt ein dünneres Backcover, das nun in vier Farben zur Auswahl steht.

Unser Testkandidat, das für rund 520 Euro angebotene Fairphone 2 mit neuem Backcover-Look, verwendet das Qualcomm-SoC 801 MSM8974AA samt 2 GB RAM und 32 GB Speicherplatz. Zur Ausstattung gehören außerdem ein Funkmodul mit WLAN 802.11ac, LTE und zwei SIM-Slots sowie eine 8-Megapixel-Kamera. Lobenswert: Getreu seinem Fairness-Ansatz macht der Hersteller die Produktionskosten für sein Smartphone transparent. Eigenen Angaben zufolge verdient Fairphone pro Gerät nur etwa 9 Euro vor Steuern. Bei manch anderem Smartphone-Hersteller liegt der Gewinn pro verkauftem Gerät dagegen nicht selten im dreistelligen Bereich.

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Im Test lassen wir das Fairphone 2 gegen zwei Klassen von Konkurrenten antreten, nämlich einmal gegen das ähnlich ausgestattete Sony Xperia XA sowie das Samsung Galaxy A5 (2016). Zum anderen muss sich das Fairphone 2 auch mit Rivalen wie dem Huawei P9 und dem Samsung Galaxy S7 messen, die sich in einer ähnlichen Preisregion wie der Testkandidat bewegen.
Das Fairphone 2 präsentiert sich in einem sehr zweckmäßigen Design, das wenig mit der schicken Metall-Optik vieler Konkurrenten gemein hat und keinen Schönheitspreis gewinnt. Frisch aus der Verpackung kommt der 5-Zöller in drei Teilen: Das ist einmal der bereits zusammengesetzte Korpus, in dessen rückseitig transparentes Polycarbonat-Gehäuse man buchstäblich hineinschauen und so jede der Smartphone-Komponenten direkt sehen kann. Zum anderen liegt der Box eine zweiteilige, ebenfalls aus Kunststoff gefertigte Schutzhülle bei. Sie besteht aus einem schwarzen Rahmen, der von vorne auf das Smartphone gesteckt wird und neben den physischen Tasten auch das Gorilla Glass 3 des Displays umschließt und so bei Stürzen vor Beschädigungen schützt. Auf die Rückseite kommt dann das eigentliche Backcover, das bei unserem Testgerät in der Farbe Korallenrot gehalten ist. Zum jeweils gleichen Preis von rund 520 Euro gibt es das Fairphone 2 auch mit den Backcover-Farben Indigo, Türkis und Weiß.

Die Gesamtkonstruktion aus Smartphone, Rahmen und Backcover ist sehr stabil, lässt sich aber schon bei relativ leichtem Druck knarzende Geräusche entlocken, speziell wenn man mit dem Finger auf die Gehäuseecken drückt. Nichts zu meckern gibt es dafür bei den physischen Bedienelementen: Die Power- und Kamerataste sowie die Lautstärkewippe besitzen einen angenehm festen Druckpunkt, sitzen fest im Gehäuse und lassen nahezu kein Spiel zu, um sie in ihrer Fassung seitlich zu bewegen. Mit 11 Millimetern Bauhöhe ist der Testkandidat deutlich dicker als die Vergleichsgeräte, die wie das Samsung Galaxy S7 und das Sony Xperia XA maximal 7,9 Millimeter in die Höhe ragen. Auch bei der Gewichtswertung belegt das Fairphone 2 nur den letzten Platz, denn mit 172 Gramm ist es rund 20 bis 30 Gramm schwerer als seine Rivalen.

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Die mit Abstand meisten Pluspunkte fährt das Fairphone 2 durch seinen in der Smartphone-Welt bislang einzigartigen modularen Gehäuseaufbau ein. Mit dem Display, der Kamera, der Batterie, dem Core-Modul (enthält unter anderem SoC, RAM, Speicher und SIM-Slots) sowie dem Top-Modul (enthält Headset-Anschluss, geräuschkompensierendes Mikrofon, LED, Umgebungslicht- und Näherungssensor sowie 2-Megapixel-Kamera) und dem Bottom-Modul (Lautsprecher, Vibrationsmotor, USB-Anschluss, Hauptmikrofon) lässt sich das Smartphone in sechs austauschbare Bestandteile zerlegen. Dazu muss man jeweils nur ein paar Schrauben lösen, was in wenigen Minuten erledigt ist. In seinem Webshop bietet Fairphone die dazu passenden Ersatzteile an. Geht beispielsweise das Display kaputt, kauft man sich kurzerhand ein neues Display-Modul (rund 84 Euro) und kann es dann in diesem Fall sogar ganz ohne Werkzeug austauschen. Praktischer Nebeneffekt der modularen Bauweise: Da laut Fairphone nun Komponenten-Upgrades auf der Agenda stehen, lassen sich alle sechs Bestandteile zukünftig unkompliziert durch leistungsstärkere ersetzen, also etwa die 8-Megapixel-Kamera durch eine noch höher auflösende Optik.

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